Die Welt ist bunt – Erlebnisbericht und Bilder einer Reise zu den Minangkabau

 

Was, wenn unsere Art zu leben nicht die einzige Möglichkeit ist?

Was, wenn es Kulturen gibt, in denen Gemeinschaft wichtiger ist als Konkurrenz, Fürsorge wichtiger als Leistung und Zugehörigkeit wichtiger als Besitz?

 

Diese Fragen begleiten mich schon viele Jahre.

 

Ich bin Cornelia, viele nennen mich „die Holunderfrau“. Der Holunder wurde für mich zu einer Lehrerin – er führte mich zurück zu meiner Weiblichkeit, zu Sanftheit und zu den alten Geschichten der Erdgöttin. Seit 2010 leite ich Frauenkreise und erforsche die Spuren früher Kulturen: Wie lebten Menschen miteinander, bevor Konsum, Individualität und ständiges Funktionieren unsere Welt bestimmten?

 

Auf diesem Weg begegneten mir viele uralte Zeuginnen:

die Frau vom Hohle Fels, die Schamanin von Bad Dürrenberg oder die geheimnisvolle Mütterwand vom Bodensee. Sie alle erinnern an eine Zeit, in der das Leben stärker auf Verbundenheit und Gemeinschaft ausgerichtet war.

 

Doch all das blieb für mich lange vor allem eine Sehnsucht.

 

Bis ich 2024 auf der Göttinnenkonferenz Yelfia begegnete.

 

Sie sagte einen Satz, der sich tief in mein Herz eingebrannt hat:

 

„Die Welt ist bunt. Lasst euch nicht von der Welt färben – gebt eure eigene Farbe dazu.“

 

Kurz darauf lud sie mich ein, sie und ihre Familie auf Sumatra zu besuchen.

Und plötzlich wurde aus Sehnsucht Wirklichkeit.

Einen Monat mitten im Leben der Minangkabau

 

Den ganzen März durfte ich bei den Minangkabau leben – einer der größten heute noch existierenden matriarchalen Kulturen der Welt.

 

Ich kam nicht als Touristin.

Ich wurde aufgenommen.

 

Ich saß mit den Frauen in den Küchen, hörte Geschichten, beobachtete den Alltag, erlebte Gemeinschaft und Fürsorge. Kinder gehörten allen. Niemand schien allein zu sein. Entscheidungen wurden gemeinsam getragen. Die Häuser, das Wissen und die familiären Wurzeln werden über die Frauen weitergegeben.

 

Mich berührte nicht nur, wie die Menschen dort leben.

Mich berührte vor allem die Atmosphäre.

 

Da war ein Gefühl von Selbstverständlichkeit.

Ein Gefühl von Gehaltensein.

 

Etwas, das viele Menschen in unserer westlichen Welt verloren haben.

Eine andere Geschichte des Menschseins

 

Wir wachsen oft mit der Vorstellung auf, dass Konkurrenz, Leistungsdruck und Individualismus „normal“ seien. Dass Erfolg bedeutet, unabhängig zu sein. Dass jeder vor allem für sich selbst verantwortlich ist.

 

Doch bei den Minangkabau durfte ich erleben:

Es gibt andere Wege.

 

Wege, in denen Gemeinschaft trägt.

Wege, in denen Weiblichkeit nicht klein gemacht wird.

Wege, in denen alte Menschen, Kinder und Mütter selbstverständlich eingebunden sind.

 

Diese Reise hat mir nicht gezeigt, dass dort alles perfekt ist. Aber sie hat mir gezeigt, dass unsere heutige Lebensweise nicht alternativlos ist.

 

Und genau deshalb möchte ich davon erzählen.

Bilder, Geschichten und Begegnungen

 

In meinem Vortrag teile ich persönliche Erfahrungen, Geschichten und viele berührende Bilder aus Sumatra. Es geht nicht nur um eine Reise in ein anderes Land – sondern um die Frage:

 

Wie wollen wir eigentlich leben?

 

Vielleicht erinnern wir uns beim Zuhören an etwas, das tief in uns noch immer lebendig ist:

die Sehnsucht nach echter Gemeinschaft, nach Zugehörigkeit und nach einem menschlicheren Miteinander.

Möchtest du diesen Vortrag zu dir holen?

 

Ich freue mich über Einladungen zu Vorträgen, Frauenkreisen, Festivals und Gemeinschaftsveranstaltungen.

 

Wenn du spürst, dass diese Geschichten Menschen in deinem Umfeld berühren könnten, dann lade mich gerne ein. Gemeinsam gestalten wir einen Abend voller Bilder, Austausch, Inspiration und lebendiger Erfahrungen aus einer Welt, die zeigt:

 

Die Welt ist bunt. Und lasst uns wieder unsere eigene Farbe hineinbringen.